Live:
Ezra Furman & The Harpoons
support:
Pardon Ms Arden
http://www.myspace.com/ezrafurman
Datum: Mo., 02.08.2010Beginn: 21:00
Eintritt: vvk: 9 euro // ak:12 euroKarten: hier

Bandinfo

Chicago hat zwar beim Versuch, die Olympischen Spiele in die Stadt zu holen, kläglich versagt, dafür hat die Stadt einen frisch gekürten Friedensnobelpreisträger zum Sohn. Und Ezra Furman. Der Mittzwanziger ist mittlerweile allerdings ins New Yorker Exil übersiedelt und mimt „The Worm In The Apple“. Mit „Take Off Your Sunglasses“ eroberte er im Sommer aber auch schon die Herzen der Alpenrepublik im Sturm - die Mundharmonika hatte ihn geblasen.

Ezra Furman packt den klassischen amerikanischen Songwriter-Folk dort aus, wo ihn Bob Dylan irgendwann vor langer Zeit liegen gelassen hat. Auf dem Weg über den Ozean muss er noch den Violent Femmes begegnet sein. Dann hat er wohl noch rasch die Sonnenbrillen der Blues Brothers geklaut und schließlich mit Brian Deck (dem Produzenten u.a. von Modest Mouse und Iron & Wine) einen kongenialen Partner getroffen, der das vorliegende Album „Inside The Human Body“ in Form gegossen hat.

Mit vollem Karacho paart Ezra Furman mit seinen Harpoons den Ernst des Lebens mit der großen Portion Ironie, die sich wohl nur beim Versuch der Bewältigung selbigen Ernstes einstellt. Seine besten Sachen, sagt er, entstehen dann, wenn Ärger und Freude aufeinander treffen – das sei ein wahrhaft „tödlicher Cocktail“. Und wie es scheint, wird er ihm vom Leben recht oft gemixt.

Das erklärt vielleicht auch Ezras Erscheinungsbild – frech, gerissen, aufgeweckt, aber auch dick umrahmt von neckischer Schüchternheit. Ein Adam Green müsste vor Neid erblassen, eine Kirsten Dunst eigentlich längst „in love“ sein – wobei mit dieser Dame ist das so eine Sache. Seine spontane Ode an die Schauspielerin geistert durch die weite Welt des Internet wie ein Gespenst zu Halloween. Da eignet sich der Veröffentlichungstermin (30.10. / schoenwetter) ja prächtig…

Quelle: inkmusic.at

Live:
Olli Schulz
support:
Walter Schreifels
http://www.myspace.com/ollischulz
Datum: So., 19.09.2010Beginn: 21:00
Eintritt: tbaKarten: ---
OLLI SCHULZ
„Es brennt so schön“

Sehr geehrte Damen und Herren,

"Es brennt so schön". Das ist der Name meiner neuen Langspielplatte. Dazu bewogen, diesen Titel zu wählen, haben mich all die unterschiedlichen Stimmungen, die mich im letzen Jahr bewegten und die nun auf dem Album zu finden sind.

Denn es brennt tatsächlich so schön: das Herz, die Liebe, die Wut und natürlich auch der unbeschreibliche Irrsinn, den man in sich trägt.

Aufgenommen wurden die Songs in 2 gerecht aufgeteilten Sessions. Eine in meiner wunderschönen Heimat Hamburg mit meinem alten Freund Swen Meyer, der mich schon seit meiner ersten Platte begleitet. Die zweite Etappe fand in meiner aktuellen Wahlheimat Berlin mit dem einzigartigen Moses Schneider statt, dem Produzenten von „Warten auf den Bumerang“, meiner letzten Platte.

Da mein tapferer Mitstreiter Max Schröder (Der Hund Marie) aus zeitlichen Gründen diesmal nicht zur Verfügung stand, ist es meine erste Soloplatte geworden. Dafür habe ich mir fantastische Musiker ins Studio eingeladen, die ich in den letzten Jahren kennen und schätzen lernen durfte. In Hamburg hatte ich zum Beispiel das Vergnügen mit Gisbert zu Knyphausen, Lee Buddah, Christian Haake (Home of the Lame)  oder Bernd Begemann zusammen zu arbeiten.  Bei den Aufnahmen in Berlin, die wie bei Moses Schneider üblich, komplett live statt fanden, wurde ich von PC (Warren Suicide), Arne Augustin (Nena), Ben Lauber und Moses Schneider himself unterstützt.

 

Herausgekommen ist die abwechslungsreichste Platte meiner noch so jungen Karriere. Songs über das bittere Gefühl, dass alles verloren und verkauft ist (All you can eat) gibt es genauso wie das herrliche Abfeiern der manchmal sinnlosen Existenz (Mach den Bibo). Natürlich darf auch das große Drama nicht fehlen (Wie sie) und ist genauso vertreten wie die Hoffnung, dass die Liebe uns erlöst (Ewig leben).

Hören Sie doch mal rein. Es lohnt sich.

Ihr
Olli Schulz

Biografie

Man kann nicht sagen, er sei ein Spätberufener. Man könnte eher sagen, Olli Schulz hat seine Hausaufgaben gemacht und vor der eigenen Musikerkarriere die der wirklich Großen studiert. Vor und hinter der Bühne, im Bus und am Backstageeingang. Olli Schulz begann seine musikalische Ausbildung als pickeliger Specknacken mit einer Schwäche für Lautes und Langhaariges. Metal prägte seine Jugend. Zielbewusst steuerte er in seinen frühen Jahren zwischen Iron Maiden, Metallica und Bruce Springsteen, durch pubertäre Depriphasen und der Entdeckung eines Lebensgefühls in dem vor allem Echtheit und Mächtigkeit zählten.

Es folgten Ollis Lehr- und Wanderbühnenjahre als Stagehand und Security in seiner Heimatstadt Hamburg. Und sagt man Hamburg, meint man natürlich die harte Schule auf dem Kiez. Da musste unser Olli nun durch und lernte, während er die Kotze von Evan Dando aufwischte, von Lou Reed persönlich beleidigt wurde und den Niedergang von Van Halen miterleben durfte,    aber auch, worauf es bei einer spitzenmäßigen Show, einem echt mal geilen Song und einem bewundernswerten Künstler ankommt. Denn auch wenn viele diesen Job aus einer Art brutalitätsgesteuerten Profilneurose oder aus Gier nach Geld, Geld und Girls machen, manche wollen auch einfach nur umsonst auf möglichst viele Konzerte kommen. Und dann sogar immer in der ersten Reihe, direkt vor der Bühne stehen. Das wollte Olli Schulz.

Schon immer komponierte er dabei seine eigenen kleinen Lieder. Der erste richtige „Song ohne Grund“, den der werdende Singer/Songwriter auch als Song akzeptieren konnte landete 2003 auf seiner ersten eigenen Platte „Brichst du mir das Herz, dann brech’ ich dir die Beine“. Das Debüt entstand mit seinem kongenialen Partner Max Schröder alias der Hund Marie, mit dem Olli Schulz für die nächsten Jahre in einem Atemzug genannt werden sollte. Erschienen war das Werk auf dem Label „Grand Hotel van Cleef“ von Ollis Kumpel, dem Kettcar-Kopf Marcus Wiebusch, der ihm schon lange damit in den Ohren gelegen hatte, doch endlich mal die eigenen Genialitäten in Silber zu gießen. So findet man auf „Brichst du mir das Herz, dann brech’ ich dir die Beine“ zwischen tragischer Komik und melancholischem Klamauk gestandene Hits wie „Weil die Zeit sich so beeilt“, „Der Moment“ oder „Elefanten“.

Die ebenso bei Publikum und Kritikern erfolgreiche Platte und auch die ersten Shows, bei denen Max Schröder noch tapfer Hasenkostüm trug, ebneten Olli Schulz den Weg zum professionellen Musiker.

Zwei Jahre später, 2005, folgte die vom Musikkritikervolksmund so genannte „schwierige zweite Platte“. Auf „Das beige Album“ verfolgte Olli Schulz weiterhin sein Geheimrezept mit vor allem intelligenten, witzigen Songs über kuriose Beobachtungen, eigenwillige Menschen und süße Tiere. Hits dieses Albums waren z. B. der allen in Ohr und Herz eingedrungene Tanzflächenkracher „Und dann schlägt dein Herz“, die Country-Hommage „Ankunft der Marsianer“ oder das gemütliche, Morgenmuffel-Pamphlet „Bettmensch“. Als Gastmusiker traten auf diesem Album Farin Urlaub und Heinz Strunk („Fleisch ist mein Gemüse“)auf . Die Begeisterung holt Olli Schulz aus den Clubs auf die Festivalbühnen und er spielt sich von "Rock Am Ring" über "Rheinkultur" oder dem "Hurricane Festival" durch die Outdoor-Bühnen der Republik.

Obwohl Olli Schulz sich von Anfang an als charmanter Entertainer und witziger Geschichtenerzähler einen Namen gemacht hat, kennt er genauso die melancholische Seite des Lebens, die er auf seinem dritten Album „Warten auf den Bumerang“ (2006) perfektionieren sollte. Seine Fans blieben ihm trotz dieser „erwachseneren“ Haltung treu und „Warten auf den Bumerang“ ist sein bislang erfolgreichstes Album. Hier schrieb er mit „Rückspiegel“ einen Evergreen, stieß mit dem bedrückenden „Keiner hier bewegt sich“ zum ersten Mal in elektronischere Gefilde vor und singt mit „Wenn die Music nicht so laut wär“ das leidenschaftliche Bekenntnis eines Musikliebhabers. Während dieser Zeit beehrte Olli Schulz, der zwischenzeitlich von Hamburg nach Berlin umgesiedelt war, den Berliner RBB-Jugendsender Radio Fritz die Kolumne „Ein Schulz, ein Song“, in der er jede Woche zu einem von den Hörern bestimmten Thema spontan einen Song schrieb. Er gab somit musikalisch seinen wöchentlichen Kommentar zur Lage der Nation ab. Aus dieser Kolumne hervorgegangen sind zum Besipiel, der auf der Bonus-CD von „Warten auf den Bumerang“ enthaltene Song, „Vorführeffekt“ oder der live regelmäßig zu Begeisterungsstürmen hinreißende „Sauna Song“ mit dem eingängigen Refrain „Aufguss, Aufguss, jetzt gibt’s Aufguss“.

Da Ollis Sozialisation natürlich nicht nur im Metal stattfand, sondern er ein ebenso großer Liebhaber alter Punkplatten ist, veröffentlichte er im Frühjaher 2008 die EP „Ausflug mit Razzia“, auf der seine Interpretationen von vier Songs der Hamburger Punkband Razzia enthalten sind. Die Eigenständigkeit seiner Interpretationen, die aus den harten Punksongs ihren melancholischen, nackten Kern herausholen begeisterte nicht nur Ollis eigene Fans sondern überzeugte sogar die der Originalband.

Mittlerweile ist Ollis langjähriger Mitstreiter Max Schröder festes Mitglied bei Tomte und so trat Olli Schulz in der letzten Zeit vor allem als Solokünstler in Erscheinung. Dass es sich dabei nie um einen langweiligen „Ich und meine Gitarre“-Abend handelte, sollte jedem, der den Multi-Entertainer schon einmal live gesehen hat klar sein. Dieses Jahr kann nun endlich auch das Publikum die Früchte ernten (sprich: kaufen), die Herr Schulz im letzten Jahr auf den Bühnen dieses Landes gesät und angepriesen hat. Dabei handelt es sich einerseits um seinen Debütroman „Horseworld – Rock’N’Roll verzeiht dir nichts“, der halb-autiobiographisch von seiner abenteuerlichen Zeit als Security Mann, Stagehand, Plattenverkäufer und Tourbegleiter erzählt und andererseits um sein erstes Soloalbum. „Es brennt so schön“, eine Platte, die die großen vergessenen Zeiten des Deutschrock wiederbeleben wird. Und jeder, der bei dieser Bezeichnung jetzt schon einen unangenehmen Pelz auf der Zunge fühlt, der sollte seine langweiligen Vorurteile vergraben und voller Erwartung und großen Augen den Ereignissen harren. Denn euch erwartet nicht Peter Maffay mit einer neuen Platte, sondern Olli Schulz. Und das bedeutet Großes.

Live:
Heroes & Zeroes
http://www.myspace.com/heroeszeros
Datum: So., 03.10.2010Beginn: 21:00
Eintritt: vvk:4 euro // ak:6 euroKarten: hier
Bandinfo

Heroes & Zeros sind eine unglaublich gute Liveband! Wie oft hat man Agenten diese Worte über den betreuten Künstler sagen hören?! Wenn eine Band jedoch in 2 Jahren 120 Konzerte in einem Land mit 4 Millionen Einwohnern spielt und durchweg abgefeiert wird, sind diese Worte vermutlich noch zu tief gestapelt! Treffender ist wohl: Heroes & Zeros! Norwegens beste Liveband!

Mit ihrem Debüt-Album "Strange Constellations", das in der Heimat über Nightliner/Universal erfolgreich erschienen ist, konnte die Band bereits einen Coup landen. Neben hohen Chartpositionen erhielten Heroes & Zeros Nominierungen als Best New Act und Best Video bei den Norwegischen Grammy Awards und wurden mit der Single "Into The Light" für das EA Videospiel FIFA 2008 ausgewählt. Trotz Hit-Single sind Heroes & Zeros definitiv und nach eigner Aussage eine "Album"-Band, die sich höchstens als Bonus darüber freut, dass die Songs auch ausserhalb des Albumkontexts funktionieren. Nicht zuletzt deswegen werden beim Hören Referenzen zu Bands wie Flaming Lips, Motorpsycho, Pavement, Sonic Youth oder Radiohead wach.

Nun kommen Heroes & Zeros in Deutschland, Österreich und Schweiz mit ihrem 2. Album "Simian Vices, Modern Devices" - wie das Debüt auch hier in den Handel. Aufgespasst: Heroes & Zeros setzen zum Sprung an! Bis demnächst im Club Deines Vertrauens!

Live:
Klez.E
support:
Gary
http://www.myspace.com/kleze
Datum: Mo., 04.10.2010Beginn: 21:00
Eintritt: vvk: 7 euro // ak: 9 euroKarten: ---

Klez.E Variationen

Der Schnelllebigkeit entgegenzugehen bedeutet auch, mit dem Kreislauf der Ver- öffentlichungspolitik zu brechen und auf sich selbst zu vertrauen, um dem Geschaffenen seinen Raum zu geben. Nach der Veröffentlichung ihres opulent umgesetzten Albums "Vom Feuer der Gaben", kehren KLEZ.E das Vorausgegangene in eine neue intime Form um. Dabei kommen sie auf das eigentliche Wesen der Stücke zurück und bewahren die Essenz im Kreis der vier Musiker, in einer reduzierten, intensiven Umsetzung.

KLEZ.E - Pressestimmen zu dem aktuellen Album „Vom Feuer der Gaben“

SPIEGEL ONLINE schreibt in "ABGEHÖRT, die wichtigsten CD's der Woche"... "Auf dem letzten, grandiosen Album "Flimmern" deuteten Klez.e es schon an, nun ist es vollbracht: Die seit jeher mehrdeutig operierende Band aus Berlin hat ihre schmerzhaft leidenschaftliche Musik in andere Kontexte überführt (...)"

Das PIRANHA, bezeichnet KLEZ.E als "Alternative zur Alternative", mit den Worten "Neben der eigentlichen Alternative zum kaum nachwirksamen deutschen Radiopop, den Tomte, Kettcar und Tocotronic immer wieder inszenieren, gibt es seit sieben Jahren einen zusätzlichen, noch farbenprächtigeren Gegenentwurf: Klez.e aus Berlin."

Und auch der KREUZER sagt "PLATTE DES MONATS" "Ex-Indie. Ein Album voller Fragmente. Voller Erkenntnisse, Hilfen, Fragen, Sorgen, Überforderung und Kraft. Da ist doch mehr als du und ich und Gott. Auf dem dritten Album der Berliner fliegen Engel, eine Orgel spielt, Klassik wird zu Indie. Das Spiel endet, wenn man es ablehnt, sich zu wehren. Also los."

JETZT.DE "Es ist erstaunlich wie sich diese Band(..) noch mal weiter erfunden hat und jetzt ein Album vorlegt, das an kluger Opulenz dieses Jahr kaum heimische Konkurrenz finden wird. Man steht hier als Hörer inmitten einer virtuos vertonten Gebrochenheit, einer Wunderkammer aus filigran geschichtetem Pop, aus größenwahnsinnigem Arcade-Fire-Spekatkel, dann wieder folgt man einer flackernden Stimme wie bei Radiohead bis in die kleinsten Fugen ? und das alles mit deutschen Texten, die gut sein müssen, denn man bemerkt sie kaum. Was Kante einst vormachten, haben Klez.e verstanden, verfeinert und beruhigt. Ernste Musik, auf die man stolz sein muss."

Live:
Grossstadt-
geflüster
http://www.myspace.com/grossstadtgefluester
Datum: So., 10.10.2010Beginn: 21:00
Eintritt: vvk: 8 euro // ak:11 euroKarten: hier

Bandinfo

Grossstadtgeflüster ist eine Band, bestehend aus Sängerin Jen Bender, Schlagzeuger Chriz Falk und Keyboarder Raphael Schalz, die seit 2003 der schizophrenen Vorstellung verfallen ist, man könne glasklaren Pop und sperrige Nervmusik für Freaks in ein- und demselben Song verbraten. Ihre spektakulären Live-Shows mit ihrem Mix aus Elektronik, Schmutz und BlingBling sind eine Art Familienausflugsziel für Sinnsucher, Querdenker, Nichtfunktionswillige und nächstenliebende Hedonisten geworden. Eigentlich seltsam, denn die Geschichte begann mal ganz anders...

2006 erschien nach das Erstlingswerk "Muss Laut Sein" mit all dem ganzen Marketingbrimborium und Kasperletheater, und Grossstadtgeflüster dachte so "Yeahh!", und dann so "Naja..." und dann so "Hä?". Sie gaben den Champagner wieder zurück und was folgte war die buchstäbliche Pommesbudentour. Sie spielten sich die Seele frei.

Grossstadtgeflüster ist wahrscheinlich die einzige Band Deutschlands, die jeden Imbiss zwischen Flensburg und München mit verbundenen Augen nur am Geschmack des Ketchups identifizieren kann...

Die Band hatte allerdings das schöne Schicksal, dass der Song „Ich muss garnix“ eigene unkontrollierte Bahnen nahm und sich in Deutschland und Österreich zum Clubhit entwickelte.

Im Frühjahr 2008 folgte dann der komplett in Eigenregie entwickelte Nachfolger „Bis einer heult“, den die Band auf dem eigenen Label ChickenSoupRecords veröffentlichte. Mit einem unglaublichen Promotionbudget im zweistelligen Bereich, vor allem mit den beiden Singles „Lebenslauf“ und „Haufenweise Scheisse“ konnte die Band wieder die erwartete Dosis Energie an ihre wachsende Anhängerschaft verfüttern und tauschte das Pommesbudendasein gegen die ersten ratzevollen Shows und die ersten Headlinerslots ein.

Mit der Enspanntheit einer Band, die die grosse Desillusionierung bereits hinter sich hat, konnte sich also dem dritten Album zugewandt werden. Die Marschroute war klar und wurde auch zum Titel des Albums: „Alles muss man selber machen“

Herausgekommen ist dabei detailverliebte Elektropoppunkpartydingsbums-Musik, die die Frage nach der Schubladenzugehörigkeit dem Hörer überlässt. Die Unfähigkeit der Band, sich auf einen Stil zu einigen, wird dieses Mal zu Kür gemacht - über den wie immer tanzbaren Beats wird jeder Musikrichtung dieser Welt gehuldigt und sei sie noch so indiskutabel. Textlich kreist Grossstadtgeflüster mehr denn je die Themen ein, die einen Abends zufrieden einschlafen und morgens zufrieden aufwachen lassen. Geschichten über Ironie statt Wut, Liebe statt Kitsch, echte Würde statt verbissenem Ehrgeiz, Leben statt Labern. Wie ein Ratgeber für ein besseres Miteinander auf Grundlage der eigenen Geschichte. Grossstadtgeflüster macht den Hörer ein bisschen glücklicher.

Weitersagen,Bitte!

Live:
Dukes of Windsor
http://www.myspace.com/dukesofwindsor
Datum: So., 17.10.2010Beginn: 21:00
Eintritt: vvk: 9 euro // ak:12 euroKarten: hier

Dukes of Windsor - It's A War from Dukes of Windsor on Vimeo.

Bandinfo

Ob die Bee Gees, AC/DC, Nick Cave, Kylie Minogue, Men at Work oder INXS: jede vielversprechende Band Australiens kehrte irgendwann der Heimat den Rücken zu und stellte sich größeren Aufgaben. Auch die Dukes of Windsor, ein fruchtlos rockendes Quintett aus Melbourne, wollen ihrem trickreichen Indierock in der weiter Ferne mit neuen Impulsen bereichern. Als Ziel haben sich die neugierigen Fünf Berlin ausgesucht, denn die Metropole an der Spree gilt augenblicklich weltweit als kreativer Schmelztiegel unter Musikern ohne Scheuklappen. Auch die Dukes of Windsors sind nicht engstirnig und saugen leidenschaftlich gern neue Eindrücke auf.

Das war schon so, als es sie eigentlich noch gar nicht existierten. Ganz zufällig trafen sich 2005 Sänger Jack Weaving und Gitarrist Oscar Dawson im Schwimmbad ihrer Heimatstadt und tauschten am Beckenrand musikalischen Vorlieben aus. Schnell stellte sich heraus, das beide nach einer fortschrittlichen Rockformel suchten, die Pop zur Orientierungsgröße hat und trotzdem so klingt, als wäre sie im Undergound beheimatet. Euphorisiert vom spontanen Kreativplausch gründeten sie kurz entschlossen mit dem Bassisten Joe Franklin die Dukes of Windsor und arbeiteten an ersten Songskizzen. Wenig später komplettierte Keyboarder Scott Targett und Schlagzeuger Mirra Seigermann das Unternehmen und sie verschwanden im Studio um die Debüt-EP „Foxhunt“ aufzunehmen. Jene mauserte sich rasant zum landesweiten Erfolg und schickte das junge Quintett über Nacht raus auf die Konzertbühnen Australiens. Nur ein Jahr später machte ihr erster Longplayer „The Others“ klar, das die Vorschusslorbeeren mehr als berechtigt waren. Mit dunkler Note, einem perfekten Gefühl für unausweichliche Hooks, dynamisch antreibenden Rhythmen und trickreich verspielter Elektronik zeigten sie das musikalische Eindimensionalität in die Sackgasse führt und Pop immer auch Aufbruch in die Zukunft bedeutet. Ein Versprechen, dass ihr zweites Album „Minus“ erneut einlöste. Und das nicht zuletzt dank Jack Weavings Talent, rockigen Gesang mit dem Soul eines Marvin Gaye oder Al Green zu vereinen.

Nun wollen die Dukes of Windsor endlich jenseits des fünften Kontinents die Anerkennung, die ihrem empfänglich gegen den Strich gebürsteten Rock gebührt. Und damit das Echo in der neuen Wahlheimat gleich ganz groß wird, erscheint mit „It’s A War“ nun ihr erstes musikalisches Lebenszeichen in Europa. Das präsentiert mit Songs wie „The Others“, „Get It“ oder „Runaway“ ergreifende Hits, die im Ohr kleben bleiben ohne sich anzubiedern. Deshalb lasst uns die Jungs aus Down Under herzlich willkommen heißen. Schließlich sind sie einen weiten Weg gegangen, um uns mit Songs zu bezaubern, die kommen um zu bleiben. Ob sie selbst bald wieder zurück nach Australien ziehen, ist fraglich. Erst soll ein weiteres Album im schlaflosen Melting-Pot Berlin eingespielt werden. Und obendrein wartet ja auch noch so manche Konzerthalle auf die unwiderstehlichen Showqualitäten dieser forschen Australier.

Live:
Rubik
http://www.myspace.com/rubikband
Datum: So., 24.10.2010Beginn: 21:00
Eintritt: vvk: 6 euro // ak: 8 euroKarten: hier

Bandinfo

Rubik WILL make your skin crawl at some point. This happens when you’re forced to peer too far into anything. Vertigo. It’s a curse, the knowing of another’s inner thoughts. Right after making you squirm, the band will lift you up with a cascade of melody. It’s a rollercoaster ride, vacillating between the micro- and macrocosmic. Rubik’s self-produced second album, Dada Bandits, does a scary little high-wire dance between the intimate and the elephantine, the melodic and the noisy, the gorgeous and the hideous. They can be as withdrawn and obtuse as the artiest rock band out there and then bust out with a melodic hug potent enough to enclose the globe. Rubik can go from sounding like a well oiled, world-conquering machine to a broken down, cigarette encrusted bar piano.

The band offers the opportunity for a riot of (subjective) trainspotting, comparable to the most crate-centred DJ Shadow cut out there. The trick is that none of it is obvious at all and if you tell your friends, they’ll disagree. There are no facts. So if I tell you that to me Rubik takes the textures and atmospheres of TV on the Radio and marries them to the spiritual comfort of a Sufjan Stevens horn section, while spicing things up with a naïve melodic touch worthy of the Cure and then manages to rock out to the point of degenerating into noise, you are well within your rights to vehemently disagree. And you’ll be right, too, but so will I. One thing’s for sure, though. Dada Bandits can take more listens then you realize and continue to provide little revelations each time. This band is currently firing on all cylinders.

Since 2005, when the band released its first EP, People Go Missing, and strode straight out of left field to claim its place the great indie hope for a new millennium, Rubik has revelled in the tension created by throwing itself in many directions at once. Bad Conscience Patrol, the Fullsteam Records debut, was a popular and critical smash hit in 2007, hitting the heavy metal-armoured Finnish album chart right in the leather-clad gut at number 7. They played a load of gigs in Europe and North America and shared stages with the likes of Mogwai, Autechre, Apostle of Hustle and Disco Ensemble.

They were never out of place. Not once.

Live:
We Have Band
http://www.myspace.com/wehaveband
Datum: So., 31.10.2010Beginn: 21:00
Eintritt: vvk:10 euro // ak:13 euroKarten: hier

Band Info

In der Mittagspause sagt eine angehende Ex-Angestellte zu ihrem Kollegen: "Ich habe eine Band gegründet. Willst du den Namen wissen?" "Klar" sagt der Kollege mit einem Hauch von Argwohn. "Sie heißt ‚WE HAVE BAND'" sagt die andere. "Ich dachte ‚das ist der beste Bandname, den ich jemals gehört habe.' Da musste ich einfach mitmachen". Und so schloss sich das ungleiche Trio, bestehend aus dem Ehepaar DeDe und Thomas, gemeinsam mit ihrem Freund Darren, im Frühling 2007 zusammen. Die Konzept Band wurde lebendig. Obwohl zu Begin nur zum Spaß betrieben, merkten die drei schnell, dass sie an etwas viel Größerem dran waren, als sie sich vorstellten. "Wir luden Darren zu uns zum Abendessen ein," sagt Thomas "und dann sind wir alle nach oben gegangen und haben ein bisschen mit einer Korg Drum Machine experimentiert. Dann haben wir das ganze durch ein schlechtes Gitarrenpedal geschickt und unser erster Song "WHB" war geboren. "Das stimmt," fügt Darren hinzu " Der erste DER DER DER Drumbeat, der den Song startet, war wörtlich der erste Sound, den das Trio kreierte." Der DIY Ethos der Band bedeutete, dass sie, auch ohne an ein Label gebunden zu sein, erfolgreich sein konnten. "Wir hatten gar nicht vor, einen Deal zu bekommen. Wir sind einfach da raus gegangen und haben alles selbst gemacht. Wir haben als Band zu unseren eigenen Bedingungen existiert," sagt Darren. Seit diesem bescheidenen Beginn von "We Have Band", schrieb das Trio die restlichen elf divers klingenden Songs, die ihr brillantes Album ausmachen, innerhalb eines Jahres auf Tour. Für die Produktion des Albums entschieden sie sich für keinen geringeren als Gareth Jones (Grizzly Bear, Depeche Mode, These New Puritans). Nach einem Jahr touren ohne Label, wurden "WHB" schließlich von Naiv unter Vertrag genommen, wo am 23. April 2010 das Album "WHB" erscheint. Das finale Ergebnis ist noch viel größer, als die Singles und die beliebten MySapce Songs behaupten. Harte Schläge, ja, aber gleichzeitig warm, lebendig und viel komplexer, melodischer und schöner, als man erwarten würde. "Ich erinnere mich, dass wir im Auto saßen und auf dem Rückweg von Thomas' Großeltern waren," erinnert sich Darren. "Wir haben diese 12 Stücke der Reihe nach angemacht und dachten nur ‚Yeah, wir haben es geschafft - wir haben echt ein großartiges Album gemacht."

Live:
Bilderbuch
http://www.myspace.com/bilderbuch
Datum: So., 07.11.2010Beginn: 21:00
Eintritt: vvk: 7 euro // ak: 9 euroKarten: hier

Bandinfo

Die Langeweile in einem Klostergymnasium macht das Schüler-Dasein nicht aufregender, aber sie schafft reichlich Platz für verrückte Gedanken und exzentrische Musik. Und wenn die feindliche Zeit dann auch noch mit intensiven Proben totgeschlagen wird, kann es passieren, dass plötzlich geballte musikalische Souveränität die Bühne betritt. So geschehen bei einer Band mit dem trotzig-harmlosen Namen BILDERBUCH.

Was 2005 mit einer absurd anmutenden Vertonung von Märchen begonnen hat (daher der Name der Band), wirkt 2009 – am Ende der Teenagerjahre des Vierers - in phantasmorealen, teils grotesk-surrealistisch anmutenden Texten nach. In der Zeit dazwischen haben sich Maurice, Peter, Mike und Fö mit knapp 100 Auftritten einen anfangs regionalen, später immer weitere Kreise ziehenden Interressiertenkreis erspielt. Mittlerweile reicht dieser Zirkel bis nach Berlin (wo Tim Renner die Band in seinen Motor Club einlud) und Leipzig (wo die Band heuer die Indie-Vorzeigemesse „Pop Up“ eröffnete). Herrschaften wie die Cold War Kids, Fotos und Jennifer Rostock durften unter der Bürde leiden, nach den Bilderbüchern die Bühne zu entern.

Was Wunder, dass mittendrin ein Produzententeam rund um Zebo Adam, Manfred Franzmeier und Alex Tomann auf das Quartett aufmerksam wurde und den jugendlichen Wahnsinn im Studio akustisch festzuhalten versuchte. Herausgekommen ist das Album mit den vielleicht meisten Hitsingles seit Michael Jacksons „Thriller“. Vielleicht ist es auch bloß der in die Tonspur gefasste Wahnsinn eines Magritte-Bildes. Vielleicht ist „Nelken & Schillinge“ aber auch einfach nur eine Langspielplatte gewordene Naturdroge.

Jedenfalls schlagen die jüngst zu Wahlwiener gewordenen Oberösterreicher charmant den Brückenschlag zwischen Ernsthaftigkeit und paranoidem Spaß. Der Sound ist geprägt von immer wiederkehrende Gitarrenmotiven und harmonischen Rhythmussektionen - eingebettet in äußerst ausgeklügelten Arrangements. Verwirrung, Paradoxien und Irritationen zieren die Texte, die Musik und manchmal formen sie sogar die Gesichtszüge des Sängers Maurice Ernst in Aktion.

Der Surrealismus hat es den vier Jungs sichtlich angetan. Er illustriert die schräge Persönlichkeit einer einfallsreichen Band mit ambivalenten Texten, kunstaffinem Geschmack und exzentrischer Bühnen-Performance.

Live:
Ofrin Acoustronic Duo
http://www.myspace.com/ofrin
Datum: Mo., 08.11.2010Beginn: 21:00
Eintritt: vvk: 5 euro // ak: 7 euroKarten: hier
Bandinfo

Eine energiegeladene Sängerin mit einer feuerroten Mähne und einer atemberaubenden Stimme, die man nie wieder vergessen möchte. Diese Musik ist mehr als Jazz mehr als Pop und mehr als Soul...Sie berührt direkt die Herzen der Menschen....

Normalerweise stehen Ofri Brin und ihr Partner Kd mit ihrer Band Ofrin auf der Bühne. Jetzt haben sie auch ein "Acoustronic" Set ihrer Songs arrangiert. Neben Liedern aus dem aktuellen Album "On Shore Remain", für das Eddie Stevens (Moloko, Zero 7, Roisin Murphy) an den Reglern saß, spielen die beiden auch neue Variationen ihres Erstwerks "Rust & Velvet".

Ofris außergewöhnliche Stimme und die kunstvoll umgesetzte Musik versetzen Zuhörer und Zuschauer in eine Stimmung, die nur wenige zu erzielen vermögen. Ein Konzert endet immer mit der Gewissheit, dass man etwas Einzigartiges und Kostbares erleben durfte.

Klassisches Singer Songwriting und Pop treffen auf dezente Electronics - das ganze in gewohnt perfekter Harmonie.

Mehr zu Ofrin unter www.ofrin.com.

Live:
Wilhelm Tell Me
http://www.myspace.com/wilhelmtellme
Datum: So., 05.12.2010Beginn: 21:00
Eintritt: vvk:5 euro // ak:7 euroKarten: hier
Bandinfo

Die Schulen ihrer Stadt Hamburg haben sie nicht besucht. Das wird schon während der ersten Takte ihres veritablen Demo-Hits „Oh My God“ deutlich, der seit einigen Wochen in den Portalen des Web 2.0 herum schwirrt. WILHELM TELL ME klingen extraordinary undeutsch nach einer britisch / französisch / skandinavischen Liaison: Irgendwo in der Schnittmenge von Golden Silvers, Hot Chip, Miike Snow, Metronomy und Phoenix.

WILHELM TELL ME sind Henning (Gesang, Keys), Frederik (Gitarre), Matthias (Bass) und Jan (Schlagzeug). Gemeinsam lernten Sie sich auf dem Seminar „Der Rütlischwur und seine Bedeutung für die Konstitution des europäischen Nationalstaates“ kennen. Auf der gemeinsamen Exkursion zum Vierwaldstättersee wurde WILHELM TELL ME Anfang 2010 aus der Taufe gehoben und wird seither in einem Proberaum im Hamburger Stadtteil Hamm groß gezogen. Die erste Single der Band erscheint im September (7“-Vinyl und Download), das Debütalbum im Frühjahr 2011.